Johnson tritt zurück

Große Enttäuschung bei Johnson nach der Niederlage gegen den Polen Fonfara

Glen Johnson, der frühere IBF-Weltmeister im Halbschwergewicht, beendet seine Karriere. Nach einer Niederlage gegen den 24-jährigen Andrzej Fonfara – der Ex-Champion unterlag dem Polen am Freitag im UIC Pavilion in Chicago, US-Bundesstaat Illinois, einstimmig nach Punkten (91:99, 93:97 und 93:97) – ließ der inzwischen 43-Jährige seiner Enttäuschung freien Lauf und erklärte seinen Rücktritt. “Ich merke, dass ich das Ende des Weges erreicht habe”, sagte er dem amerikanischen Fernsehsender ESPN. “Ich sehe wirklich keinen Grund, warum ich weitermachen sollte. Wenn ich einen Kampf wie diesen nicht gewinnen kann, dann werde ich mein eigentliches Ziel, wieder Weltmeister zu werden, nicht erreichen.”

Seit 1993 erreichte Johnson 51 Siege und zwei Unentschieden in 70 Profikämpfen. Seine größte Stunde schlug im Jahr 2004. Nachdem er im damaligen Februar in Sheffield gegen Clinton Woods IBF-Weltmeister im Halbschwergewicht geworden war, sorgte der in Jamaika geborene Fighter noch im gleichen Jahr in den USA mit Siegen über Roy Jones Jr. und Antonio Tarver für Furore. Auch in Deutschland stieg Johnson als Profi zweimal in den Ring. Im November 1999 unterlag er Sven Ottke in Düsseldorf im Kampf um die IBF-WM im Super-Mittelgewicht knapp nach Punkten. Besser lief es am 28. Juli 2001 in Berlin: Johnson gewann gegen Thomas Ulrich durch K.o. in Runde sechs und fügte dem Deutschen die damals erste Niederlage als Berufsboxer zu.

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